Beschreibung:

Hemerocallis die Taglilie bedeutet im griechischen - 'Tagschönheit', da die Einzelblüten der Gattung nur einen einzigen Tag lang blühen. Dennoch sind sie ausdauernde Blüher, da die Taglilie über Wochen neue Blüten öffnet, ein wahrlicher Tagtraum.

Taglilien sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen häufig in Horsten. Die Wurzeln sind oft fasrig oder fleischig und zusammenlaufend, an den Enden bilden sich jedoch Verdickungen, aus denen Rhizome auswachsen. Der Stängel hat nur bodennahe lange lineare Laubblätter, von denen sich immer zwei gegenüberstehen. Sie sind häufig umgebogen und laufen zur Spitze hin scharf zu.

Die trichterförmigen, zwittrigen und zygomorphen Einzelblüten sind eintägig kurzlebig. Die sechs Blütenhüllblätter (Tepalen) sind an ihrer Basis kurz röhrig verwachsen. Die inneren Tepalen sind leicht breiter als die äußeren. Jede Blüte enthält sechs Staubblätter, die am Boden der Blütenhülle verwachsen sind.




Bedeutung und Verbreitung:

Taglilien finden sich von Mitteleuropa bis Ostasien. Die Gattung Hemerocallis fehlt in der Neuen Welt; obwohl es Vertreter der Familie Tagliliengewächse in Australien gibt, scheint die Gattung auch dort zu fehlen.
Da vor allem Hybriden der Gelbroten Taglilie (Hemerocallis fulva) als Gartenpflanzen sehr populär sind, finden sie sich auch in nordamerikanischen Gärten und sind zum Teil von dort aus verwildert.

Taglilien sind als Gartenpflanzen in Europa, den Vereinigten Staaten und vor allem in der Volksrepublik China bedeutend. Allein in den USA gibt es etwa 40.000 registrierte Züchter für Taglilie. In der chinesischen Gartenkunst ist die Gattung seit tausenden von Jahren von großer Bedeutung. Dort wird die Gattung aber auch wegen der essbaren Blüten einiger Arten geschätzt und findet Anwendung in der traditionellen chinesischen Medizin.


Hemerocallis und Indianernessel
Hemerocallis und Indianernessel

Vermehrung:

Die meisten Taglilie sind in der Lage, sich weitläufig über die Rhizome auszubreiten. Gelegentlich kommt es am Stängel zur Bildung von Kindeln, erbgleiche Tochterpflanzen (Klone), die nach einiger Zeit abfallen, wurzeln und als eigenständige Pflanzen weiterwachsen. Diploide Varianten können durch Insekten bestäubt werden, der gebildete Samen wird dann durch Tiere verbreitet.

Hemerocallis sind robust, verträgt allerdings keine Staunässe. Sie benötigt einen pH-Wert im Boden von schwach sauren Bereich zwischen 6-8, kommt aber mit normalen Gartenböden bestens zurecht. Die Taglilie wächst in Höhenlagen zwischen 0 und 1000 Metern. Sie lieben Sonne entwickelt sich im Halbschatten auch sehr gut.



Atelier Parzer

Silvia Pollak-Parzer

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Niederösterreich